Kochen & Grillen

Als Enddreissiger verspürte ich vor gut 10 Jahren den Wunsch, etwas Neues zu machen. Kochen konnte ich schon ziemlich gut, Grillen wie jeder Otto-Normal-Griller auf dem billigen Dreibeingrill von der Tankstelle, der genau einen Sommer hielt, nur mäßig.

Ich wollte endlich mal leckere Spare Ribs hinbekommen, die mir stets verkohlten oder nicht gar wurden. Im American Diner in Münster schmeckten sie doch so gut! Ein TV-Bericht über einen Grillwettbewerb in Tennessee erleuchtete mich: langsam und mit Rauch, bei niedriger Temperatur in indirekter Hitze garen war also das Geheimnis!

Jack the Ribber & Old Mountain BBQ

Bei Netzrecherchen stieß ich so auf amazingribs.com meines Grillgurus Meathead, von dem ich sehr viel gelernt habe in den zurückliegenden Jahren. Parallel trat ich einem großen deutschen Grillforum bei, um mich mit Gleichgesinnten auszutauschen, mehr zu lernen und meine Erfolge zu zeigen. Als Nickname/Username wählte ich damals aufgrund meiner Leidenschaft für Spare Ribs die Verballhornung Jack the Ribber. Unter diesem Namen bin ich bis heute in der Grillszene bekannt.

Meatheads Blog animierte mich zum Aufsetzen eines eigenen Grill- und Barbecueblogs mit bis heute einfachstem Layout, aber reichhaltigem Content: OldMountainBBQ. Benannt nach Altenberge, meiner Wahlheimat. Meines Wissens ist mein Blog das älteste und beitragsreichste Verzeichnis seiner Art in Deutschland. Auf Twitter bin ich übrigens seit Juli 2008 aktiv.

Die Offline-Treffen

Im Grillforum las ich ab und an von Grilltreffen räumlich nah beieinander wohnender Mitglieder – vor allem im süddeutschen Raum. So etwas wollte ich auch machen! Also lud ich aus ganz Deutschland 25 Griller, mit denen ich regen Austausch im Forum hatte oder deren Beiträge mir sehr gefielen, zu mir an den schwiegerelterlichen Hof nach Altenberge.

Und sie kamen tatsächlich! Ein Treffen, das in 2016 seine siebte Wiederkehr in jährlicher Folge gefeiert hat. Ein Treffen mit einem nur ein Jahr jüngeren Spin-Off in Franken und einem weiteren ab 2017 im Erzgebirge. Die Mitglieder kommen von der Nordsee bis Landshut, von der niederländischen Grenze bis zum Vogtland. Unsere Treffen sind jedes mal ein Fest unter inzwischen alten Freunden.

Eine Facebookseite und eine App

Parallel zum Blog eröffnete ich eine Facebookseite, um so weitere Menschen für meinen Blog zu interessieren. Als Tobit seine Chayns App veröffentlichte, war ich der erste BBQ-Blogger, der sie nutzte. Sie verbindet sich mit der Facebookseite, liest deren Stream aus und schickt neue Meldungen als Push auf die Smartphones der App-User. Zur damaligen Zeit, als es noch viel Misstrauen gegenüber Facebook gab, ein willkommener Kommunikationskanal zu Facebookverweigerern.

Die Grillguerilla

Meine gesammelten Erfahrungen in diversen Grillforen sind rückblickend leider überwiegend negativ: Hatespeech und Mobbing sind in jenen Foren an der Tagesordnung, teilweise sogar unter Beteiligung der Moderatoren/Forenbetreiber. Da ich mit dieser Einschätzung nicht alleine stand, jedoch weiter den Wunsch nach Austausch unter Gleichgesinnten verspürte, entschloss ich mich kurzerhand, selber eine Plattform zu schaffen. Kein Forum mit ellenlangen Threads, in denen sich missgelaunte Nutzer hochschaukeln können, sondern eine Facebook-Gruppe. Einfach zu administrieren und zu moderieren, mit einer schnellen Abfolge neuer Beiträge und geringerer Aufmerksamkeitsspanne. Als Moderator verfolge ich eine Zero-Tolerance-Politik, die Gruppe ist zudem „geschlossen“, eine Aufnahme muss beantragt werden.

Und es funktionierte! Inzwischen hat meine Grillguerilla fast 5.400 Mitglieder, die Kommunikation unter den Mitgliedern läuft zivilisiert und Fragen werden stets hilfreich und kompetent beantwortet. Ein Gewinn für jedes Mitglied.

Instagram zum Abendessen

Die Ergebnisse meines abendlichen Kochens oder Grillens poste ich gerne unkompliziert auf Instagram, meine Beiträge werden so automatisch auch auf Tumblr, Facebook und Twitter verbreitet. Die neuesten drei Posts werden zudem in meinem Blog eingebunden.